Ostbelgische Erinnerungsorte

Erinnerungsorte

Die meisten von uns zucken mit den Schultern, wenn sie den Begriff “Erinnerungsorte” hören. Erinnerungsorte? Sind damit Monumente gemeint, die zum Nachdenken anregen sollen? Nein, Erinnerungsorte sind mehr, viel mehr. Ein Erinnerungsort ist nicht unbedingt ein greifbarer Ort. Er kann auch nur ein Gedanke, eine Idee oder ein Ritual sein, die mehrere Menschen verbinden. Ein Westeuropäischer Erinnerungsort ist zum Beispiel Verdun. Egal wen man fragt, „Verdun“ ist zu einem festen Begriff für die Identität der Europäer geworden, da wohl die meisten Europäer die menschenverachtenden Schlachten des Ersten Weltkrieges mit Verdun verbinden. Wir erinnern uns an Verdun, weil hier das Gefüge des Kontinents aus den Bahnen geworfen wurde und wir einen solchen Krieg nicht mehr erleben wollen. Verdun prägt also unsere europäische Identität.

Weil Menschen Dinge aus ihrer Erinnerung streichen oder sich besonders gerne an Ereignisse oder Erfahrungen erinnern, laden Erinnerungsorte zum Nachdenken ein. Warum teilen Menschen die gleiche Erinnerung und was sagt das über sie aus? Erinnerungsorte sagen viel über die Identität von Gruppen aus, auch über die Identität der Ostbelgier.

Platzhalter Erklärungstext
Auch lokale Erinnerungsorte existieren in Ostbelgien. Für Kelmis spielt etwa der Erinnerungsort 'Bergbau' eine herausragende Rolle. Außer in der Ortschaft Recht ist das in Ostbelgien nirgendwo der Fall. Der Bergbau prägte die Identität der Kelmiser.
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