Ostbelgien

Deutschsprachige Belgier bezeichnen sich häufig im Gespräch mit Auswärtigen als Ostbelgier. 2017 hat die Regierung in Eupen Ostbelgien als Markenzeichen für die Deutschsprachige Gemeinschaft ausgewählt. Ab diesem Moment wurde dieser Begriff intensiv beworben. Auch in niederländischer und französischer Sprache soll Ostbelgien in deutscher Sprache genutzt werden. Nur so lasse sich eine Unschärfe vermeiden, heißt es. Denn der Osten Belgiens ist sowohl geografisch als auch im französischen Sprachgebrauch mit dem Arrondissement Verviers oder der Provinz Lüttich weit mehr als der deutschsprachige Teil Belgiens.

Der Begriff hat aber noch keine sehr lange Geschichte. Erst in den 1970er Jahren fand er in den Medien des deutschen Sprachgebietes eine stärkere Verwendung. Heute gilt er als beste, wenn auch nicht optimale Lösung. Er lehnt sich an das Beispiel Südtirols an. Hier lautet die offizielle Benennung Autonome Provinz Bozen. Bekannt ist aber eher der Markenname Südtirol, der die Region zudem geografisch klar abgrenzt.

 

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